Nachbericht: Deutsche Meisterschaft 2011

cultis Einen guten Monat liegt sie nun schon zurück, die Deutsche Meisterschaft im Ultimate Frisbee. In Frankfurt trafen sich an 3 Tagen Mannschaften aus ganz Deutschland, um die ersten 3 Open- und ersten beiden Damen-Ligen auszuspielen und damit die Outdoor-Saison abzuschließen.

Auch die Cultimaters traten an, nachdem man sich erfolgreich auf der Qualifikation in Gemmrigheim in die zweite Liga hochgespielt hatte. In diesem Jahr neu war, dass hinter dem gemeinsamen Namen »Cultimaters« eigentlich eine Spielgemeinschaft von Cultimaters und To-Get-Her Gemmrigheim steckte. So reiste man mit großen Erwartungen nach Frankfurt, um schon vor dem ersten Spiel leicht enttäuscht zu werden. Nur 9 Spieler blieben nach einigen Absagen für den ersten Spieltag übrig. Das bedeutet in der Außen-Saison: 2 Auswechselspieler. Dazu ging es im ersten Spiel sofort gegen die Bad Raps. Ein hart umkämpftes Spiel, das fast noch gedreht werden konnte mussten die Cultimaters dann doch 16:14 verloren geben. Sichtlich ausgelaugt und mit einem verletzten und weiteren angeschlagenen Spielern war im zweiten Spiel gegen die FrankN kein Boden unter die Füße zu kriegen und verlor überdeutlich.

Für den zweiten und dritten Turniertag reiste dann die nötige Unterstützung in Form weiterer Spieler (und Fans) an, sodass die Gummibärchen aus Karlsruhe solide mit 15:13 besiegt wurden. Das gab Aufwind für das letzte Gruppenspiel gegen Düsseldorf, die mit die stärksten waren. Die Mannschaft hielt zusammen und konnte sich nach kleinen Uneinigkeiten wieder aufrappeln – im Gegensatz zu Düsseldorf. Gegen Ende konnte die leichte Überlegenheit in Fitness ausgespielt werden, sodass auch dieses Spiel gewonnen wurde.

In klassischer Cultis-Manier rutschte die Mannschaft im Dreiervergleich mit einem Punkt Vorsprung nach oben und durfte Halbfinale spielen. Dieses war vermeintlich schon sicher, als man mit 3 Punkten führte und nur noch einen brauchte. Aber auch das kann sich schnell drehen, wie die Cultimaters nach einigen unkonzentrierten Aktionen feststellen mussten. Halle gewann und der Einzug ins Finale der zweiten Liga verpasst. Mit großen Erwartungen im Spiel um Platz drei, zu widriges Wetter und eine starke Zonenverteidigung der Dresdner, musste man sich am Ende des Turniers mit Platz 4 begnügen. Dennoch wurde das Team von allen anderen Mannschaften gelobt, da es mit wenigen Spielern und einer starken Frau einiges erreichen konnte. Durch den zweiten Platz in der Gruppe steht nächstes Jahr die Top16-Relegation auf dem Programm, bei der es sich für die erste oder zweite Liga zu qualifizieren gilt.

Natürlich kommt dieser Bericht nicht ohne eine ganz besondere Erwähnung aus. Eine weitere Spielgemeinschaft – BadSkid aus Massenbach/Heilbronn/Rappenau – mit Beteiligung von Cultimaters Holger und Matthias, sowie weiteren Gemmrigheimern konnten alle Vorrundenspiele dominieren und zogen ohne Probleme ins Finale der ersten Liga ein. In diesem kamen sie sehr schwer mit den Heidees aus Heidelberg zurecht, lagen weit zurück, bis eine entscheidende taktische Veränderung vorgenommen wurde. In einem an Spannung nicht zu überbietendendem Herzschlagfinale konnten sie sich Punkt für Punkt wieder herankämpfen, um im entscheidenden Moment – den letzten beiden Punkten – zum ersten mal in Führung zu gehen und sich damit den deutschen Meistertitel sichern konnten! Herzlichen Glückwunsch.

📅Donnerstag, 20. Oktober 2011