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Netzthemen #1: Twitter

twitter_logoMit diesem Artikel wollen wir in eine neue Serie starten. Wir nehmen einfach mal an, dass wir vom Webteam als Internet-affine Nutzer gesehen werden. Im Netz passiert quasi ständig etwas, nirgendwo anders ist es so leicht kleine Unternehmen zu gründen, Neues auszuprobieren oder auch einfach an Informationen zu kommen. In unregelmäßigen Abständen wollen wir uns deshalb alte oder neue Modelle, Services oder Angebote anschauen und diese den Lesern im Bezirk so anschaulich wie möglich darzustellen.

Und vielleicht lässt sich neben den Gadgets, Aha-Effekten und nützlichen Dingen auch etwas herausfinden und lernen über mögliche Anlehnungen an den Glauben, Strukturen oder Möglichkeiten im Bezirk. Wir wissen es selbst noch nicht, wollen aber mit euch diese Reise unternehmen. Deshalb kommt doch mit, wenn sich das Webteam zu Netzthemen äußert. Heute mit Folge #1: Twitter.
In dieser ersten Folge wollen wir uns ein (ehemals) kleines Start-up anschauen, das 2006 gegründet wurde und inzwischen zu einem sehr erfolgreichen Unternehmen angewachsen ist. Die Rede ist von Twitter. Doch was ist dieses Twitter?


Einordnung

twitter_leisteTwitter ist ein sogenannter Micro-blogging-Dienst. Viele werden Blogs kennen, also quasi virtuelle Tagebücher, beziehungsweise Plattformen, die primär dazu gedacht sind Artikel, Gedanken, Bilder und sonstige Erkenntnisse zu veröffentlichen. Twitter liegt ungefähr zwischen Blogs, E-Mails und SMS. Einem angemeldeten Benutzer ist es möglich kurze, maximal 140 Zeichen lange Nachrichten, zu veröffentlichen. Das wird dann tweeten (= zwitschern) genannt. Jeder angemeldete Benutzer bekommt eine eigene Seite, die sich nach dem Nutzernamen richtet und dann über twitter.com/Nutzername aufgerufen werden kann. Dort finden sich einerseits die von ihm geschriebenen Nachrichten (= tweets), sowie eine kurze Information über Name, Ort, Biografie, sowie die Nutzer, denen er folgt. Doch dazu gleich mehr.


Wie gehts?

Nach der Anmeldung kann über verschiedene Wege getwittert werden. Das kann über die Weboberfläche, per Mobiltelefon oder eigene Programme (Clients) für Mac oder PC geschehen (zum Beispiel Nambu oder TweetDeck). Der Vorteil an eigenständigen Programmen ist die Ordnung in Gruppen, direkte Nachrichten an einen selbst, sowie verschiedene Ansichtsmöglichkeiten.
Kein blogging oder mitteilen ohne andere in den Prozess eingebundene Leute. Dazu gibt es auf Twitter das Prinzip des Folgens (im Original follow). Ähnlich wie bei anderen bekannten Plattformen wie StudiVZ oder facebook ist es möglich Leute in seine Kontaktliste aufzunehmen (= folgen). Das hat den Vorteil (und den Hauptsinn von Twitter), dass man ab sofort alle Nachrichten des anderen Nutzers in seinem Client, bwziehungsweise in der Weboberfläche sieht. So ist man informiert, was der andere tut, welche Informationen er bloggt et cetera. Der große Unterschied zu den anderen Plattformen ist, dass das folgen nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Wenn man jemand auf StudiVZ zu seinen Freunden hinzufügt, dann ist der andere durch die Bestätigung automatisch auch der Freund des anderen. Nicht so bei Twitter. Dort ist es möglich Leuten zu folgen, die einem selbst aber nicht folgen und umgekehrt.
Namen werden in Tweets immer mit einem @ und dann dem Benutzernamen gekennzeichnet. Das hat den Vorteil, dass man benachrichtigt wird, wenn der eigene Name in einer Nachricht von jemandem, dem man folgt benutzt wird. Um in der Twitter-Live-Suche, die in Echtzeit aktualisiert wird etwas zu finden, werden sogenannte Hashtags verwendet. Diese sind mit einer Raute (#) gekennzeichnet und sehen dann folgendermaßen aus: #ejw.
Um Beiträge möglichst schnell verbreiten zu können wird auf Twitter das sogenannte retweeten (also nochmaliges posten eines Beitrages, allerdings von einem anderen Benutzer) benutzt. Gekennzeichnet durch ein RT am Anfang des (meist) identischen Beitrages.

Ein Einführungsvideo in englischer Sprache könnt ihr hier ansehen:


Relevanz

Twitter ist zur Zeit die am schnellsten wachsende Community im Netz. Über die Nutzerzahlen kann nur spekuliert werden, da auch ständig mehr dazu kommen. Allerdings ist zu bemerken, dass Google und Apple (allerdings nur nach Gerüchten) Twitter kaufen wollten.

twitter_updates
Die Tweets werden untereinander dargestellt. Wie beim bloggen das Neueste ganz oben.


Bibel auf Twitter

Passend zum Kirchentag hat evangelisch.de einen Rekordversuch initiiert. Die gesamte Bibel soll über den Zeitraum vom 20. Mai bis Pfingstmontag, 31. Mai getwittert werden. Jeder Interessierte kann sich seinen Bibelabschnitt zukommen lassen, der dann auf 140 Zeichen zusammengefasst werden soll. Sogar ein Antrag auf einen Guinness-Welt-Rekord wurde eingereicht. Am Ende dieser Aktion werden alle getwitterten Stellen (die man am besten mit dem Hashtag #ebl versehen soltle) gesammelt, auf evangelisch.de veröffentlicht und zur Diskussion freigegeben.

Anscheinend ist es auch möglich per Formular direkt über die evangelisch.de-Seite mitzumachen, allerdings ist das gerade aus dem Artikel entfernt. Wer aber daran Interesse hat sollte im oben angegebenen Zeitraum nochmals auf die Seite schauen. Eventuell sind ja noch Bibelstellen frei.

Hier noch ein kleiner Trailer, der für diese Aktion gedreht wurde:


Und wir?

Die Hauptparallele zum Glauben ist offensichtlich. Das Folgen ist elementarer Bestandteil von Twitter, nur so bleibt man auf dem aktuellen Stand, weiß, was andere tun, bekommt Neuigkeiten mit. Auch, dass es kein gegenseitiges Folgen ist, lässt sich ganz gut vergleichen. Stelle dir vor, Jesus würde twittern, dann würde er sämtlichen Twitter-Nutzern folgen. Er interessiert sich dafür, was los ist, was du zu sagen hast. Allerdings hätte er längst nicht so viele Follower. Nachfolge 2.0 mit rasant wachsender Basis und ständigen retweets. Ein Zukunftstraum?

Weiterführende Links

📅Montag, 18. Mai 2009